(brp/WK) Am 21. und 22. Mai war die Karawane für die Rechte von Flüchtlingen und MigrantInnen auf ihrem Weg zum Gipfel der G8 in Heiligendamm unter anderem zu Besuch in Jena. Nach einer Konferenz und entspanntem Kennenlernen folgte am Dienstag eine bunte und lautstarke Kundgebung in der Innenstadt Jenas.Redebeiträge, Musik, Flugblätter und Transparente drückten die Empörung und den Widerstand der MigrantInnen und ihrer UnterstützerInnen aus. Bei bestem Wetter wurden so zahlreiche PassantInnen auf die unerträglichen Zustände in Heimen, die rassistische Diskriminierung, Ausgrenzung und Verfolgung durch den deutschen Staat, die physische Bedrohung durch Neonazis und die Ausbeutung der 3. durch die 1. Welt aufmerksam gemacht. In einer spontanen Aktion blockierten entschlossene GipfelgegnerInnen für einige Minuten die Hauptstraße. Sie hoben u. a. die Zusammenhänge zwischen auch in Jena produzierter Überwachungstechnologie und den alltäglichen Morden der Festung Europa an seinen Außengrenzen hervor.